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Richtfest KiTa Villa Lehmann am 14. 09. 2018

1788 wurde die heutige Villa Lehman gebaut.  Vor 230 Jahren hatte das Fachwerkhaus keine Bezeichnung. Jedenfalls nicht diese.  Akten und Rechnungsbücher wurden in den Räumen lange Zeit verwaltet. Salzschreiber, Inspektoren, und Direktoren des Saline Bad Rothenfelde lebten und arbeiteten im 18. und 19. Jahrhundert unter dem Dach der späteren Villa Lehmann.

Danach nannten es Kurdirektoren ihr Zuhause. So auch Henry Lehmann, der spätere Verwaltungsdirektor der Schüchtermann-Klinik. Mit Übernahme dieser Aufgabe zogen die kaufmännischen Mitarbeiter der Klinik in die Villa Lehman ein. Das klingt großzügiger als es damals war. „Nach dem Motto „Platz ist in der kleinsten Hütte“ wurde zu dritt in kleinen Zimmern und sogar in der zum Büro umfunktionieren Garage gearbeitet“, ist in der Festschrift zum 40-jährigen Bestehen der Schüchtermann Klinik nachzulesen. Inzwischen ist die Verwaltung in den Amselweg umgezogen.

Ende des 19. Jahrhunderts befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft die alte Volksschule an der Salinenstraße und gegenüber führten die Schwestern des Kurdirektors Carl Hunecke Anfang des 20. Jahrhunderts ein Kinderheim. Kinderstimmen waren und sind dem Gebäude also nichts Fremdes. Seit 2009 werden in der Krippe Antoinette Schiller, einer Außenstelle der Kita St. Elisabeth Kinder zwischen 1 bis 3 Jahren betreut.

Ab Mitte des nächsten Jahres wird es in der Villa Lehman „kunterbunt“. Dann werden bis zu 18 Kinder vom Baby- bis Grundschulalter in der KiTa spielen, singen, basteln und kuscheln.

Im März 2018 wurde mit dem Umbau begonnen. Weil altes Gemäuer in ein funktionales und für Kinder bedarfsgerechtes Gebäude verwandelt werden muss, war ein Teilabriss unumgänglich. Für rund 880.000 Euro wird das Projekt durch das Planungsbüro Assmann realisiert. Die Kosten teilen sich die Schüchtermann-Klinik, die Gemeinde Bad Rothenfelde, das Bistum Osnabrück und das Land Niedersachsen.

 

 

 

Am heutigen Richtfest blickten die geladenen Gäste aus Rat, Verwaltung und Politik sowie kirchliche Würdenträger nach vorn in die Zukunft. Denn Kinder sind die Zukunft der Gesellschaft. Eine professionelle und zugleich liebevolle Betreuung in einer kindgerechten Umgebung stärkt im Kind das Urvertrauen in das Gute.  

Die Familie als besonders schützenwerter Ort hat in Deutschland eine viel größere Tradition als im europäischen Ausland. Dort sind längst Kinderkrippen und -tagesstätten einen festen Bestandteil der frühkindlichen Erziehung und Entwicklung. Vor fast 180 konzipierte Friedrich Fröbel den ersten Kindergarten nach dem Prinzip der „Pädagogik vom Kinde her“ und löste damit eine Kontroverse aus. Diese Meinungsverschiedenheit ist nach wie vor so aktuell, wie die von ihm entwickelten Spiel- und Lernmaterialien.

Die Villa Lehman wird ein solcher Ort der Geborgenheit für die kleinsten Bürger von Bad Rothenfelde sein. „Die neue Nutzung des Hauses ist wie ein Brückenschlag in die Zeit von Heinrich Schüchtermann. Eines seiner Bestrebungen war, die Kinderkur im - damals noch - Rothenfelde weiter zu fördern. Das hat seine Entscheidung, von Dortmund hierher zu ziehen sogar maßgeblich beeinflusst“, berichtet Prof. Michael Böckelmann aus der Biografie des Firmengründers Heinrich Schüchtermann.

Mit dieser Einrichtung kann die Containergruppe an der St.-Elisabeth-KiTa aufgelöst werden. Die Kinder siedeln mit ihren vertrauten pädagogischen Mitarbeiterinnen in die neuen, hellen Räumlichkeiten um. Mögen sie hier eine fröhliche, sorglose Kinderzeit erleben, die ihre Zukunft positiv prägt. Berufstätige Eltern wissen durchaus ihre Kinder in der KiTa bestens betreut und gefördert. „Es ist gut und richtig, eine Kindergarteneinrichtung als Ergänzung zur bestehenden zu schaffen. Dabei hat die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der Schüchtermann-Klinik eine besondere Bedeutung und ein Beispiel für ein erfolgreiches PPP Modell“ schlussfolgert Bürgermeister Klaus Rehkämper in seiner Ansprache, die mit dem Zitat „Geld in Kindergärten angelegt, ist Geld das die besten Zinsen trägt“

Und Prof. Böckelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Schüchtermann-Klinik, ergänzte: „Mit dieser Erweiterung der Krippe Antoinette Schiller können wir unserem Anspruch als familienfreundliches Unternehmen weiter Rechnung tragen. Wir wünschen uns, dass sich die Kleinen hier immer geborgen fühlen und die zumeist berufstätigen Eltern ihre Kinder hier gut betreut und gefördert wissen.“

Fotos: Sabine Leclercq-Schulte

Richtkranz unten: v.l.n.r. Zimmermann Lukas Wiewel, verdeckt: Ralf Uennigmann (Planungsbüro Assmann) und Karl Gründker (Bauunternemer), Klaus Rehkämper, Stefan Unland (Bistum Osnabück), Prof. Michael Böckelmann (Vorsitzender der Geschäftsführung in der Schüchtermann-Klinik)

Richtkranz oben: v.l.n.r: Klaus Rehkämper, Michael Böckelmann, Lukas Wiewel und Markus Wallmeyer (Zimmermann)

 

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