Grußwort zum Jahreswechsel
2025 hat uns auf vielen Ebenen herausgefordert: unsere Gedanken sind besonders bei denjenigen, die in Unfrieden, Krieg und Terror sowie Konflikten leben und leiden müssen. Hoffnung gibt uns der Gaza-Friedensplan, auch wenn der Gaza-Krieg ohne weitere Schritte noch nicht endgültig beendet ist.
Der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen nahezu vier Jahre an. Wie sehr wünschen wir uns alle ein Ende dieses Krieges.
Die Krisen der Welt sowie die – nicht zuletzt deshalb – schwächelnde deutsche Wirtschaft spüren wir Kommunen auch bei unseren Finanzen: nicht alles Wünschenswerte ist machbar.
Trotz der nicht einfachen Umstände haben wir einiges voranbringen können.
Die Erweiterung und umfassende Erneuerung der Kindertagesstätte Aschendorf konnte im Oktober endlich fertiggestellt werden, dort wurde nun die Kita Löwenzahn aus der Brunnenstraße mit der Kita Pusteblume in einer fünf-gruppigen Einrichtung zusammengelegt.
Das freigewordene Kindergartengebäude an der Brunnenstraße hat die Gemeinde von der evangelischen Kirche gekauft. Nach notwendigen Umbauarbeiten wird dort ab November 2026 unser Familien- und Seniorservicebüro mit Jugendzentrum und Freiwilligenagentur angesiedelt.
Auf gutem Wege ist der neue Standort für das Augenzentrum mit der Dr. Georg Augenklinik an der Osnabrücker Straße, auch die Vermarktung der dortigen Wohngrundstücke verläuft gut. Neben klassischen Einfamilienhäusern werden im Neubaugebiet Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser errichtet.
In Nachbarschaft zum Neubaugebiet wird auf der Hofstelle Frieling eine große sechsgruppige Kindertagesstätte entstehen. Mit dem Satzungsbeschluss des erforderlichen Bebauungsplans rechnen wir im Juni 2026, sodass mit den Bauarbeiten zum Jahreswechsel 2026/2027 gerechnet werden kann.
Das Haus Ewers als bisherige Dr. Georg Augenklinik wird zu einer Ferienwohnanlage umgenutzt. Für das Gebäude des jetzigen Augenzentrums an der Straße Am Kurpark ist seitens der Eigentümerfamilie Ewers-Peters die Nutzung als Ärztezentrum beabsichtigt.
Um den ab August 2026 beginnenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung auch für die Grundschulkinder zu bewältigen, wird die Schulmensa um ein Geschoss aufgestockt. Mit dem Baubeginn ist in den Osterferien zu rechnen. Auch hiermit tragen wir in erheblichem Umfang (Investitionskosten: rund eine Million Euro) zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.
Beschäftigt hat uns (und wird uns wohl auch in 2026) der von der Firma Prowind beabsichtigte Bau einer Windenergieanlage (WEA) in Aschendorf. Der Landkreis hat im neuen regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) den Bereich als Windvorranggebiet ausgewiesen, sodass grundsätzlich für mögliche Investoren ein Rechtsanspruch auf Erteilung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung (gleichzeitig Baugenehmigung) besteht. Der durchaus nachvollziehbaren ablehnenden Haltung betroffener Anlieger zolle ich Respekt und ich bedanke mich für die sehr konstruktive Beteiligung in den zwei Einwohnerversammlungen. Die Gemeinde wird das Windrad wohn nicht verhindern können.
Erste Überlegungen zur Erneuerung des Kurmittelhauses mit einer Optimierung der Rathausräumlichkeiten konnten zielführend mit dem Landkreis Osnabrück als Untere Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. Mein Ziel ist es, in den nächsten Monaten eine erste Vorentwurfsplanung mit einer Kostenschätzung zumindest für den ersten Bauabschnitt (neues Bewegungsbad mit Gymnastikhalle) erarbeitet zu bekommen.
Für eine umfassende Sanierung und Modernisierung des Freibades werden wir fristgerecht bis zum 15. Januar 2026 unseren Interessenbekundungsantrag zur möglichen Bezuschussung beim Bund einreichen.
Zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit tragen auch private Investitionen, insbesondere bei den Kliniken bei (z. B. in Millionenhöhe bei der Schüchtermann-Klinik, der Klinik Teutoburger Wald, der Klinik Münsterland sowie mit dem neuen Augenzentrum).
Die Neubauten von ALDI und LIDL sind ebenfalls ein Bekenntnis zum attraktiven Wirtschaftsstandort Bad Rothenfelde.
Der neue Eigentümer des “Hotel Zur Post“ beabsichtigt das Haus zukünftig als Appart-Hotel anzubieten, erforderliche Umbaumaßnahmen sollen in 2026 erfolgen.
Die Eigentümer des Grundstücks Westfälischer Hof beabsichtigen mit dem zweiten Bauabschnitt (Wohnungsbau) in 2026 zu beginnen. Hierzu bedarf es vorab noch eine Änderung des dortigen Bebauungsplans und Abriss des Kinosaals.
Die Sparkasse plant den Baubeginn mit Abriss des Filialgebäudes und anschließendem Neubau als Wohn- und Geschäftshaus in 2026.
Mein Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in den örtlichen Vereinen, Verbänden oder auch den Kirchen ehrenamtlich oder beruflich engagiert haben. Nicht zuletzt danke ich den Mitgliedern des Rates und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde und Kurbetriebe für ihr Engagement und für die gute Zusammenarbeit.
Für 2026 will ich gern ein Zitat von Hendry Ward Beecher (1813-1887, US-amerikanischer Geistlicher) aufgreifen: „Jeder neue Tag hat zwei Griffe. Wir können ihn am Griff der Ängstlichkeit oder am Griff der Zuversicht halten“. Ich meine, wir sollten jeden neuen Tag mit Zuversicht angehen.
Damit wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben ein gesundes, glückliches und erfülltes neues Jahr.
Herzlichst Ihr
Klaus Rehkämper
Bürgermeister u. Kurdirektor