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Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel 2020/2021

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gäste,

noch nie war in Friedenszeiten ein Jahreswechsel mit so viel Unsicherheit und zugleich Hoffnung verbunden wie dieser von 2020 auf 2021. Was ein Jahr zuvor nur Tausende Kilometer entfernt für Schlagzeilen sorgte, bereitet jetzt der ganzen Welt große Sorgen. Kein Wort wurde vielleicht jemals täglich und weltweit so oft ausgesprochen wie Corona oder COVID-19. Ein trauriger Rekord und für viele Existenzen eine niederschmetternde Bilanz.

2020 sollte der Anfang eines neuen Jahrzehnts werden und setzte eine Zäsur für eine Zeitenwende. Das vergangene Jahr wird in die Geschichte eingehen und neue Weltgeschichte schreiben. Nichts war mehr, wie es bisher Gewohnheit gewesen ist. Vieles wird auch nicht mehr so werden, wie es vorher war. Persönliche Schicksalsschläge verwoben sich mit dem weltweiten Leid, welches unter anderem diese Pandemie auslöste. Allen jenen Betroffenen wünsche ich von Herzen die Kraft, mit diesen Bürden umzugehen und den Mut, in Krisen Hilfe anzunehmen. Denn es gehört Courage dazu, sich die eigene Schwäche einzugestehen. Dies darf ich aus eigener Erfahrung nach meiner Krebsoperation am 14. August 2020 und der anschließenden Reha-Maßnahme bestätigen. Seit dem 7. Dezember 2020 kann und darf ich mit neuer Kraft und großer Freude wieder meine beruflichen Aufgaben für unsere BürgerInnen und Gäste wahrnehmen.

In der Rückschau auf 2020 sehe ich Bad Rothenfelder AlltagsheldInnen vor mir. Das Pflegepersonal in den Heimen und Kliniken, die bei den BewohnerInnen und PatientInnen die Nähe ihrer Lieben kompensiert haben. Mitglieder der Feuerwehr, SanitäterInnen und NotärztInnen haben unter völlig veränderten Bedingungen ihr eigenes Leben für die Lebensrettung eingesetzt.

Lehrkräfte gestalteten den Schulalltag für ihre Schüler und Schülerinnen anders und förderten gleichzeitig die Motivation der Kinder. Zahlreiche Menschen hielten im Homeoffice zwischen Familie und Beruf eine Belastungsprobe aus. BetreuerInnen in KiTas haben es geschafft, dies im Rahmen der gültigen Verordnungen abzufedern. Viele mussten oder müssen noch Zukunftsängste bewältigen, weil ihre Berufe derzeit oder langfristig keine Perspektive bieten. Das Familien- und Senioren-Service-Büro hat zahllose Hilfsangebote für ältere Menschen sowie Familien in finanziellen Notsituationen koordiniert. Der Ferienpass konnte für unsere Kinder und Jugendlichen in den drei Gemeinden Bad Rothenfelde, Dissen und Hilter erfolgreich durchgeführt werden.

Gastgewerbe und Gastronomie haben die schwierigsten Monate ihres Bestehens bewältigen müssen – und müssen es auch jetzt noch. Der Lockdown traf die Betriebe in unserer Region und unserem Ort mehrmals sehr heftig. Die Betroffenen verkraften diese Zeiten durch enormen Aufwand und meistern sie oft mit erstaunlicher Kreativität. Das verdient unseren gebührenden Respekt! Denn sie üben den Beruf mit Leidenschaft aus, um ihren Gästen ein perfektes Urlaubserlebnis oder einen unvergesslichen Tag zu bereiten. Der Einzelhandel muss sich gegen die Riesen im Onlinegeschäft behaupten und beweist, dass gerade in dieser Zeit ein freundliches Kundengespräch mehr ist als nur ein Klick im Warenkorb.

Bad Rothenfelde hat als hochprädikatisiertes Heilbad den höchsten Status unter den Kurorten und Luftkurorten erreicht. Unerlässlich dafür ist neben der guten Infrastruktur ein kulturelles Angebot. Auch das konnte in kleinem Rahmen realisiert werden. Mit der lichtsicht 7 im Format als Projektions-Triennale wollten wir über unser bestehendes Veranstaltungsprogramm hinaus ein „Welttheater“ auf hohem Niveau bieten. Ein zweiter Lockdown setzte dem ein jähes Ende. Dies ist nur eines von vielen Vorhaben, die wie Seifenblasen zerplatzt sind oder auf einfachere Zeiten vertagt werden müssen. Daher setze ich mich für eine Verschiebung der lichtsicht 7 um ein Jahr auf den Winter 2021/2022 ein.

Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen haben wir uns für 2021 einiges vorgenommen. Beispielhaft darf ich die Investitionen in die Erneuerung der Dreifach-Sporthalle und den behindertengerechten Umbau des ZOBs nennen. Mit der Erneuerung des ZOB-Bereiches wollen wir auch das Ortsbild weiter aufwerten.

Großen Respekt zolle ich dem Team der carpesol SpaTherme. Nach dem Großbrand in 2019 nun die Corona-bedingten Einschränkungen zu meistern und dem Unternehmen die Treue zu halten, verdient große Anerkennung, aber auch Unterstützung der Gemeinde.

Die Welt nach Corona gibt uns eine Chance zur Neuorientierung. Wir haben erkannt, dass Respekt eine höfliche Umgangsform ist. Wir haben erfahren, dass Abstand nicht gleich Ablehnung ist. Wir haben gelernt, dass Disziplin eine gesunde Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber ist. Wir haben festgestellt, dass Zusammenhalt keinen Verlust der Individualität bedeutet.

Die aktuellen Infektionszahlen erfordern weiterhin viel Disziplin und Geduld von uns allen. Jeder Einzelne von uns kann durch höchstpersönliches Verhalten dazu beitragen, dass wir diese Krise bewältigen. Die insgesamt im nun zu Ende gehenden Jahr von uns als Gemeinschaft bewältigten Herausforderungen stimmen mich optimistisch für die Zukunft – auch über 2021 hinaus.

Nehmen Sie alle positiven Impulse dieses Ausnahmejahres mit in die Zukunft. Gemeinde bedeutet auch: Gemeinschaft. Und gemeinsam schaffen wir das!

Ich wünsche Ihnen – auch im Namen des Gemeinderates, der Verwaltung und der Kurbetriebe – frohe Weihnachten und für das neue Jahr 2021 Glück, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit.

Herzliche Grüße

Ihr

Klaus Rehkämper
- Bürgermeister und Kurdirektor -

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